Schritt 3: Interne Beratung mit allen Beteiligten

Entscheidung für oder gegen das DSM  treffen

Die Entscheidung für das DSM sollte mit allen verantwortlichen Mitarbeitern auf Grundlage der in den vorhergehenden Schritten erarbeiteten Informationen diskutiert und dann vom Top-Management bzw. der Geschäftsführung beschlossen werden. Für den Erfolg des DSM in Ihrem Unternehmen ist es notwendig, dass es von allen Beteiligten mitgetragen wird und dass die Verantwortlichen wissen, was zu tun ist. Dafür sollten alle Hinweise, Vorschläge und auch Vorbehalte berücksichtigt werden.


Wer muss eingebunden und informiert werden?

In das DSM sollten insbesondere die Prozessverantwortlichen, also z. B. der Produktions- oder Betriebsleiter, involviert sein. Weitere wichtige Beteiligte sind der Energiemanager und der Verantwortliche für die Mess- und Steuerungssysteme, in der Regel die IT-Abteilung.

Darüber hinaus sind die Abteilungen Einkauf und Controlling mit einzubinden. Auch der Betriebsrat sollte integriert werden, wenn zu erwarten ist, dass eine neue Steuerung der Anlagen wesentlichen Einfluss auf Arbeitsprozesse von Mitarbeitern haben könnte oder neue Daten zu Prozessabläufen erhoben werden müssen. 

Die genannten Mitarbeiter sollten auch in die Beratungen zur Entscheidung für oder gegen ein DSM einbezogen werden. Besteht bereits ein Energiemanagementsystem im Unternehmen, sollte die Erschließung von Lastmanagementpotenzialen bei der Formulierung der Energiepolitik und der Energieziele berücksichtigt werden.


Wer hat welche Aufgaben?

Funktion Aufgaben
Geschäftsführung grundsätzliche Unterstützung und Genehmigung
Leiter Produktion/Betriebsführung technischer Ansprechpartner, Experte für die abschaltbaren Lasten, Beurteilung der technischen und organisatorischen Machbarkeit
Einkauf/Controlling kaufmännischer Ansprechpartner, Bewertung der Wirtschaftlichkeit
Energiemanager/-beauftragter generelle Koordination, Analyse und Identifikation von Potenzialen, Synergien, Energieeffizienzmaßnahmen, ggf. Bereitstellung notwendiger Daten
Informationstechnik/Steuerungstechnik informationstechnische Anbindung im Rahmen der Prozessleittechnik, Überwachung der Technik
ggf. Qualitätsmanagement Bewertung des Einflusses von Schalthandlungen auf Leistungserbringung und Produktqualität
Rechtsabteilung Konformität mit bestehenden Richtlinien
Betriebsrat Einfluss auf Arbeitsprozesse von Mitarbeitern

Es zahlt sich aus, einen Hauptverantwortlichen für das DSM zu bestimmen. In der Praxis hat es sich bewährt, wenn das der Energiebeauftragte übernimmt, da er in der Regel bereits eine Querschnittsfunktion inne hat und dadurch mit vielen der Beteiligten in Kontakt steht.

Wichtig ist es, die Zuständigkeiten vorab genau zu klären und zu verschriftlichen, sodass jeder weiß wofür er verantwortlich ist und dies auch nachlesen kann.