Was ist Demand Side Management?

Mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien, insbesondere der dargebotsabhängigen Nutzung von Wind- und Sonnenenergie, steigt der Bedarf, das Stromsystem weitgehend zu flexibilisieren. Durch eine teilweise Verlagerung des Stromverbrauchs – das sogenannte Demand Side Management (DSM) – kann ein Beitrag zur Deckung dieses Flexibilitätsbedarfs geleistet werden. DSM bezeichnet die gezielte Steuerung der Stromnachfrage in Industrie und Gewerbe. 

Es kann dazu beitragen, Erzeugungs- und Nachfrageschwankungen auszugleichen, Ausgleichs- und Regelenergie bereitzustellen und überlastete Netzabschnitte zu entlasten. Gleichzeitig eröffnet es für Unternehmen eine zusätzliche Erlösquelle.

Wird die gezielte Steuerung von flexiblen Lasten bereits heute von vielen Unternehmen zur Kostensenkung genutzt, bietet künftig die überbetriebliche Vermarktung flexibler Lasten zur Entlastung des Stromsystems Unternehmen neue Einkommensquellen.

Insbesondere Industrieunternehmen können durch die zeitliche Verschiebung der Stromnachfrage im Rahmen eines Demand Side Management oder die gezielte Beeinflussung der Nachfragehöhe einen wesentlichen Beitrag liefern. In Deutschland besteht derzeit ein technisches Potenzial für Lastverlagerung von rund 15 Gigawatt. Und eben dieses Potenzial können sich Unternehmen vergüten lassen.