Markt für Regelleistung

Regelenergie spielt insbesondere bei der Aufrechterhaltung der Netzstabilität eine wesentliche Rolle. Um sicherzustellen, dass sich Stromeinspeisung und Stromentnahme zu jedem Zeitpunkt entsprechen, müssen unvorhergesehene Erzeugungs- oder Verbrauchsschwankungen durch den Einsatz von Regelenergie ausgeglichen werden. Bislang wurde diese insbesondere durch steuerbare konventionelle Erzeugungsanlagen und Pumpspeicherwerke bereitgestellt, die je nach Bedarf ihre Erzeugung erhöhen oder drosseln können. Mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien ist es notwendig geworden, alternative Möglichkeiten zu identifizieren.

Die Regelenergieprodukte „Sekundär-Regelleistung“ und „Tertiär-Regelleistung“ können prinzipiell auch durch ein gesteuertes Demand Side Management bereitgestellt werden. Große und energieintensive Unternehmen, die einen eigenen Bilanzkreis verwalten, können ihre flexiblen Lasten grundsätzlich selbst am Regelenergiemarkt vermarkten.

Für Unternehmen mit geringeren Lasten ist es sinnvoll, sich für die Vermarktung einem Regelleistungspool anzuschließen, um auf diese Weise die Anforderungen an die Bereitstellungsqualität und die Losgrößen am Regelenergiemarkt zu erfüllen.