Welche Möglichkeiten der Vermarktung gibt es?

Große und energieintensive Unternehmen, die einen eigenen Bilanzkreis verwalten, können grundsätzlich ihre flexiblen Lasten zumeist selbst vermarkten. Lasten von eher kleinem Umfang können auch im Zusammenschluss mit anderen Unternehmen über einen Pool vermarktet werden. Den Aufbau und die Vermarktung des Pools übernimmt ein spezialisiertes Dienstleistungsunternehmen (Aggregator).

Man unterscheidet folgende Vermarktungsmöglichkeiten:

  • Vermarktung als Regelenergie zum Ausgleich von Ungleichgewichten zwischen Last und Erzeugung (über das gesetzlich vorgeschriebene Auktionsverfahren)
  • Bilaterale Vereinbarungen mit Netzbetreibern über die gezielte Zu- oder Abschaltung zur Stabilisierung des Netzbetriebs nach § 18 AbLaV (Netzengpassmanagement)
  • Vermarktung als Bilanzkreis-Ausgleichsenergie zur Kompensation kurzfristiger Planabweichungen (über den Intraday-Markt der EPEX)
  • Teilnahme am Stromhandel-Spotmarkt, um den Bezug von Strom auf Stunden mit niedrigem Strompreis zu verschieben

Schwerpunkt des Pilotprojekts Demand Side Management Baden-Württemberg ist es, die Vermarktung speziell für den Regelenergiemarkt und das Netzengpassmanagement zu untersuchen.